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Leitbild der aktiven Mannschaften FC Durlangen Leitbild Aktive [162 KB]
Allgemeines
1. Vorwort: Dieses Leitbild soll Richtlinie für die Arbeit mit den aktiven Mannschaften und deren Verhalten sein und richtet sich an Abteilungsleiter, Spielleiter, Trainer und Spieler. Ein optimaler Erfolg wird nur erzielt, wenn sich alle Beteiligten mit diesem Leitbild identifizieren und die hierin festgelegten Regeln und Ziele beachten und nachhaltig unterstützen.
Darüber hinaus sind diese Richtlinien Basis für eine kollegiale, konstruktive, verantwortungsvolle und zukunftsorientierte Zusammenarbeit im Interesse des Vereins. Das Leitbild soll der sportlichen Leistungsentwicklung dienen, den Zusammenhalt unter Spielern, Trainer, Mannschaftsführung und Verein fördern und ein positives Bild in der Öffentlichkeit sichern.
Diese Richtlinien umfassen einen Zielkatalog, dessen Anwendung für Mannschaft und Mannschaftsführung maßgebend ist.
2. Konzept und Ziel:
Regelmäßige Trainingsstunden sind Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit. Nur der regelmäßige Besuch der Übungsstunden gewährleistet eine positive Entwicklung und den Fortschritt des einzelnen Spielers. Den Spielern sind Sinn und Zweck der Übungen zu vermitteln. Deshalb soll vor jedem Training eine kurze Trainingsbesprechung erfolgen. Erst wenn ein Spieler den Sinn einer Übung begreift, wird er auch zur Leistung bereit sein.Regelmäßige Spielersitzungen dienen mannschaftsübergreifenden Absprachen, dem Wissensaustausch, strategischen Planungen und Entscheidungen, sowie der Koordination im organisatorischen und sportlichen Bereich.Die Einhaltung von getroffenen Vereinbarungen ist Voraussetzung für eine verantwortungsvolle und kooperative Gestaltung der täglichen Zusammenarbeit.Die einzelnen Mitglieder der Fußballabteilung stellen durch entsprechendes Verhalten eine gute Visitenkarte dar. Bei Fehlverhalten ist auf das einzelne Mitglied entsprechend einzuwirken (siehe auch Anhang: soziale Kompetenz im Sport).Um die Bedeutung der Jugendmannschaften für den FC Durlangen zu unterstreichen und entsprechende Bindungen herzustellen, ist entsprechendes Interesse wünschenswert. Um die Integration der aus der Jugend kommenden Spieler zu fördern, sollen Spiele der Jugendmannschaften, vornehmlich der A-Jugend, beobachtet werden. Zwischen den Abteilungsleitung, Spielleitung, Trainer und Spielern soll eine konstruktive und kollegiale Zusammenarbeit gepflegt werden.
3. Organisation: Im Wesentlichen unterscheiden wir zwischen die drei ineinander greifenden Organisationsebenen: Abteilungsleitung (Abteilungsleiter und Spielleiter)TrainerSpieler
Abteilungsleitung
Die Abteilungsleitung ist jederzeit Ansprechpartner von Trainer und Spielern bei Fragen bzw. bei der Lösung von Problemen. vertritt die Interessen der Spieler und des Trainers gegenüber dem Ausschuss des Hauptvereins. legt in Absprache mit dem Trainer die Trainingszeiten fest. trägt dafür Sorge, dass die Möglichkeiten der individuellen Förderung von Spielern durch zusätzliche Trainingseinheiten gewährleistet wird. sorgt mit dem Trainer, die Spieler auch in den Bereichen soziale Kompetenz, Fairplay und Teamgeist zu schulen (siehe Anhang: Soziale Kompetenz und Fairplay im Sport). sichert und verbessert die finanziellen, materiellen und organisatorischen Rahmenbedingungen. verfolgt das Ziel, durch eine zeitgemäße und zukunftsorientierte Fußballausbildung unserer Spieler die Spielklasse der aktiven Mannschaften zu erhalten oder zu verbessern. kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit, vor allem durch stetige Verbesserung der Außendarstellung mit bestehenden Medien (Presse, Gemeindeblatt, Stadionheft, Internetauftritt). kümmert sich um Gastvereine von Spielern, die wegen Studiums oder aus beruflichen Gründen nicht am Training teilnehmen können. Trainingsmöglichkeiten in anderen Vereinen sind zu ermöglichen. kümmert sich darum, dass Spielern, die von ihren Studienorten zum Spiel anreisen, eine angemessene Entschädigung gewährt wird. führt Einzelgespräche mit den Spielern des älteren A-Jugend Jahrgangs um diesen Spielern die Wertstellung innerhalb des Vereins zu vermitteln und um Abwerbungen anderer Vereine vorzubeugen. um A-Jugendspieler besser zu integrieren, werden A-Jugendspieler mit aktiven Spielern zu gemeinsamen Arbeitseinsätzen eingeteilt. Schlägt nach Absprache mit den Verantwortlichen der A-Jugend gemeinsame Trainingseinheiten mit aktiven Mannschaften und A-Jugend vor. Anregung und Organisation gemeinsamer Freizeitaktivitäten.
Trainer Betreuer
1. Soziale Kompetenz (siehe auch Anhang: Soziale Kompetenz im Sport): Generell ist neben der fußballerischen Erziehung der Schwerpunkt auf Teamgeist, Fairplay und die Vermittlung von Sozialkompetenz zu legen. Darüber hinaus soll bei den Spielern die Identifikation mit dem eigenen Verein geweckt und gefestigt werden. Die Trainer und Betreuer nehmen diesbezüglich eine Vorbildfunktion ein.
Dies bedeutet:Erziehung der Spieler zum Fairplay im Training und Spiel (siehe auch Anhang: Fairplay im Sport).Vorbildfunktion im Umgang und dem Verhalten gegenüber den Schiedsrichtern.Erziehung der Spieler zum fußballerischen Zusammenspiel und zu einheitlichem Auftreten
2. Sportliche Kompetenz, Organisation von Training und Spielbetrieb: Für den Trainings- und Spielbetrieb sollen optimale Rahmenbedingungen geschaffen werden.
Dazu gehören:
Planung und Organisation der Trainingsgestaltung (Trainingszeiten, eigene Pünktlichkeit, Trainingsinhalte, Trainingsbesprechungen).Gewissenhafte Vor- und Nachbereitung von Trainings- und Verbandsspielen (Schiedsrichtergestellung bzw. –betreung, Platzaufbau/-abbau).Stetige Überprüfung und Einforderung des pfleglichen Umgangs mit den vorhandenen Beständen an Spielmaterial (Trikots, Bälle, Tore, usw.) und sonstigen Sportgeräten. Dasselbe gilt dem Kabinen- und Sanitärbereich vor dem Hintergrund einer Verringerung von Materialbeschaffungs- und Instandhaltungsausgaben. Bei Mängeln erfolgt eine sofortige Meldung an die Vereinsleitung. Auch ist auf die Erhaltung eines guten hygienischen Zustands der Kabinen und Sanitärtrakte während des Trainings oder Spiels zu achten.Stärkung von mannschaftlicher Geschlossenheit und der Identifikation der Spieler mit dem Verein auch über den Spiel- und Trainingsbetrieb hinaus Um die Integration der aus der Jugend kommenden Spieler zu fördern, sollten wenn möglich Spiele der Jugendmannschaften, vornehmlich der A-Jugend, beobachtet werden.
Spieler
1. Selbstverständnis (siehe auch Anhang: Soziale Kompetenz im Sport): Mit seiner Zugehörigkeit zu den aktiven Mannschaften des FC Durlangen bekennt sich der Spieler in besonderer Weise zum Vereinsleben.Verlässlichkeit und Disziplin (Pünktlichkeit) sieht er als notwendige Voraussetzung für die Ausübung eines Mannschaftssports.Kann der Spieler an einem angesetzten Spie/Training nicht teilnehmen, ist dies so früh als möglich der Spielleitung zu melden, damit noch entsprechend reagiert werden kann. Training begreift er als Herausforderung und Chance zur eigenen Leistungssteigerung. Im Umgang mit Trainern und Spielleitung zeigt er Offenheit und Respekt.Der Spieler soll kritikfähig sein und an der Entwicklung des Vereinslebens mitarbeiten. Er äußert sich frei und konstruktiv.Der Spieler bekennt sich zur Gewaltlosigkeit gegenüber Sportkameraden.Spieler der aktiven Mannschaften entrichten pünktlich ihren Mitgliedsbeitrag. Darüber hinaus leisten sie jährlich sechs Stunden Arbeit für den Verein.
2. Verhalten unter Spielern (siehe auch Anhang: Fairplay im Sport): Die Spieler der aktiven Mannschaften übernehmen eine Vorbildfunktion für Spieler, die aus der Jugend kommen und sind für diese Ansprechpartner. Der Spieler passt sich in das Mannschaftsgefüge ein. Er hat Teamgeist, das heißt er arbeitet in erster Linie für die Mannschaft und deren Erfolg.Er respektiert Mit- und Gegenspieler und beschimpft diese nicht.Im Wettkampf ist seine Einstellung zum Gegenspieler positiv und fair, er vermeidet so Nachteile für die eigene Mannschaft.
3. Verhalten in der Öffentlichkeit (siehe auch Anhang: Soziale Kompetenz und Fair-Play im Sport): Der FCD-Spieler: weiss, dass sein Verhalten in der Öffentlichkeit negative Auswirkungen für ihn und den FC Durlangen haben kann Bringt im Wettkampf den Schiedsrichtern Respekt entgegen und akzeptiert deren Entscheidungen. Ein einheitliches Auftreten der Spieler in Sportkleidung ist anzustreben, um ein geschlossenes Bild nach außen abzugeben. Auch ist es gegenüber dem Sponsor eine Geste der Bewertung für dessen Unterstützung.
Schlussbemerkung Abschließend darf festgehalten werden, dass ein gutes Miteinander zwischen Spielern, Trainer, Spielleiter und Abteilungsleiter ein wesentlicher Grundstein für eine erfolgreiche Mannschaftsführung darstellt. Daher ist es lohnend, hier einiges an gutem Willen und Ideen zu investieren, damit sich alle im Verein wohl fühlen. Im Gegenzug kann regelmäßiger Trainingsbesuch und sportlich faires Verhalten verlangt werden.
Inkrafttreten Dieses Leitbild für die ehrenamtliche Tätigkeit und das Verhalten der aktiven Spieler des FC Durlangen ist durch die Verabschiedung im Abteilungsausschuss in Kraft getreten.
Änderungen oder Ergänzungen werden vom Abteilungsausschuss vorgeschlagen und müssen von der Vorstandschaft verabschiedet werden. Die Initiative dazu muss aus der Mannschaftsleitung (Trainer, Spielleiter, Abteilungsleiter) kommen. Mit der Mitgliedschaft in der Fußballabteilung erkennen Mannschaftsleitung und Spieler dieses Leitbild an.
Durlangen den 20.05.2010 t 1.Vorstand Unterschrift 2. Vorstand 1. Vorstand Achim Kiemel
2. Vorstand Bärbel Kenner 2. Abteilungsleiter Fußball Lutz Dellinger
Anhang Soziale Kompetenz im Sport
1. Was ist soziale Kompetenz Unter sozialer Kompetenz versteht man Fähigkeiten, die zunächst nichts mit fachlichen Kenntnissen zu tun haben. Dazu zählen Persönlichkeitsmerkmale wie Selbstvertrauen, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Lernbereitschaft, Kritikfähigkeit, Höflichkeit, Freundlichkeit, Pünktlichkeit, Toleranz und Respekt vor anderen.
2. Soziale Kompetenz im Sport Der Milliardär Dietmar Hopp vertritt die Ansicht, das Sport die soziale Kompetenz schult. „Er macht fit, frischt den Geist auf und lehrt, mit banalen Situationen des Alltags besser umzugehen, zum Beispiel Niederlagen einzustecken und zu verarbeiten“, sagte der Mitbegründer des Softwarekonzerns SAP der Illustrierten BUNTE. Er habe seine Stiftung für medizinische Forschung, Sozialprojekte, Bildung und Sport ins Leben gerufen, um anderen zu helfen. „Anderen Menschen eine Freude zu bereiten kann sehr viel Spaß machen. Die wirklich wichtigen Dinge – Freundschaft, Gesundheit der Familie – kann man nicht kaufen.“
3. Merkmale sozialer KompetenzNeugierig sein und bleiben, gerne etwas Neues dazulernenMit anderen gerne in einem Team oder einer Gruppe zusammenarbeitenSelbst Verantwortung übernehmenAuf die eigenen Fähigkeiten vertrauenZuhören können und andere ausreden lassenSich in andere Menschen hineinversetzen könnenAndere Menschen nicht bewusst verletzen, sie respektvoll behandelnAndere Menschen tolerierenAndre Meinungen akzeptierenKompromissfähig seinKritik vertragen könnenNicht nachtragend sein, auch wenn man ungerecht behandelt wurdeHilfsbereit sein Kaum jemand kann behaupten, all diese Eigenschaften und Fähigkeiten zu haben. Deshalb ist es wichtig, an sich selbst zu arbeiten und zur Persönlichkeitsstärkung beizutragen.
4. Wann ist soziale Kompetenz gefordert Soziale Kompetenz ist besonders dann wichtig, wenn es in der Mannschaft oder im Verein Konflikte gibt. Häufig geht es darum, Meinungsverschiedenheiten auszutragen und zu schlichten. Wichtig dabei ist, dass niemand persönlich verletzt wird oder als Verlierer dasteht.
Bei Schlichtungen kommt es besonders auf eine offene und ehrliche Kommunikation an. Folgende Punkte sind zu beachten:Aktiv zuhören. Das bedeutet vor allem aufmerksam zuhören denn viele Konflikte entstehen durch Missverständnisse.Rückmeldungen geben. Dem Gegenüber sagen, ob und wie man ihn verstanden hat. Ich-Botschaften senden. Sie sollen dem Gegenüber helfen, die Anliegen des anderen eindeutig zu verstehen. Konkrete Vereinbarungen treffen. Am Ende sollte ein Kompromiss gefunden werden, mit dem alle gut leben können, denn sonst kann der Konflikt schnell wieder aufbrechen.
Achtung: Jeder Konfliktfall ist ein individueller Fall. Allgemeingültige Regeln können bei der Bewältigung helfen. Doch sollte jeder Fall neu aufgerollt werden, da auch bei gleich scheinenden Fällen individuelle Wertungen eine bedeutende Rolle spielen.
Fairplay im Sport
1. Begriff Fair Fair kommt aus dem Englischen und hat viele Bedeutungen. Für den Sport ist die Übersetzung ehrlich, offen, aufrichtig, gerecht maßgebend.
2. Fair verhält sich der Sportler, der vom anderen her denkt
der im Gegner nicht den Feind sieht, sondern ihn als Person und Partner achtet
der auf den Gegner überträgt, was er für die eigene Person fordert
3. Fairplay ist, wenn …
die Spielregeln eingehalten werdendem Gegner der notwendige Respekt zur Wahrung seiner physischen und psychischen Unversehrtheit entgegengebracht wird
der Sieg nicht alles bedeutet
schwächere Spieler unterstützt werden
einer sich keinen Vorteil erschleicht, auch wenn es niemand gemerkt hat
wir auch als Sieger bescheiden bleiben können
du auf den anderen Rücksicht nimmst
wir im Gegenspieler den Partner sehen
man nicht Gleiches mit Gleichem vergilt
jemand sich nicht, koste was es wolle, durchsetzt
wir als Zuschauer auch die guten Leistungen der anderen Mannschaft anerkennen
in den Medien ausgewogen und gerecht berichtet wird
du auch mal verlieren kannst
an der eigenen Niederlage nicht immer die anderen schuld sind
wir die Schiedsrichterentscheidungen akzeptieren können
du dich auf den anderen verlassen kannst
Trainer nicht mehr verlangen als der einzelne leisten kann
man den Gegenspieler nur regelgerecht stoppt
wir gemeinsam anpacken
wir uns um Verständnis bemühen anstatt zu verurteilen
einem die Unversehrtheit der Anderen wichtiger ist als der eigene Sieg
wir auch Rücksicht auf unsere Umwelt nehmen
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